NAH.SH (Nahverkehrsverbund Schleswig-Holstein) beauftragte mich mit einer Reportage für deren Kundenmagazin und -blog "los!" über die Geschichte der Bahnhöfe in der NS-Zeit.
Ein wichtiger und ernster Auftrag. Doch wie erzählt man eine Geschichte über Deportation und Verfolgung an Bahnhöfen, ohne dass sie zur reinen Geschichtsstunde wird, sondern bewegt?
Während der Recherche fand ich eine Schulklasse bei Flensburg, die eine Gedenkfeier am Mahnmal Bahnhof Harrislee organisierte und inszenierte. Das ergab die Chance, Damals und Heute lebhaft zu verbinden.
Ich fuhr an die Grenze zu Dänemark und interviewte drei der Schüler*innen. Sie erzählten, "Wir haben große Angst vor dem Rechtsruck", aber auch "die Erinnerungsarbeit hat Spaß gemacht". Die Art und Weise der Auseinandersetzung und die Gedanken der Schülerinnen sollten den größten Raum der Reportage einnehmen. Ebenfalls kamen eine Künstlerin und zwei Historiker zu Wort.
Die Reportage hat große Beachtung gefunden. Die gewonnen Einblicke waren so wertvoll, dass ich in Zusammenarbeit mit Heino Schomaker, Vorsitzender der Landesarbeitsgemeinschaft Gedenkstätten und Erinnerungsorte in Schleswig-Holstein e.V., das Thema weitergedacht habe. Wir knüpften Kontakt zu Schulen, in denen Schüler*innen ebenfalls Erinnerungsarbeit leisten und zu Schulen, denen wir diese Arbeiten an zwei Veranstaltungen zum Gedenktag an die Opfer des Nationalsozialismus näherbrachten. Weitere Veranstaltungen werden folgen.
(NAH.SH | Schule | Haltung | Blog | Magazin)